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Aktivitäten

Der BOYS' DAY 2015 – Die Teilnahme von Burschen an Veranstaltungen sozialer Einrichtungen steigt weiter

Durchstarten mit den Kleinsten der Kleinen im Kindergarten. Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann

Der Boys‘ Day wurde unter der strategischen Leitung der Männerpolitischen Grundsatzabteilung des Sozialministeriums und mit teilweise neu aufgestelltem operativen Team sehr erfolgreich in sein achtes Jahr geführt. Über 4.400 Burschen haben am und um den 12. November 2015 Einrichtungen der Pflege und Erziehung sowie andere soziale Institutionen besucht und/oder an einem der Workshops zur Sensibilisierung für nicht-traditionelle Männerberufe und Männerrollen teilgenommen.

Fast 400 Einrichtungen, darunter 135 Kindergärten, 80 Pflegeeinrichtungen und 44 Volksschulen, nutzten die Gelegenheit, Burschen in ihre Arbeitswelt einzuführen und sich dabei als interessante potenzielle Arbeitgeber zu positionieren. Große Einrichtungen, wie Pflege- und Krankenhäuser, aber auch Ausbildungsstätten (Pflegeschulen, BAKIP, ...) konnten den Großteil der Teilnehmer empfangen. Dass aber der Anteil des Erziehungsbereichs (Volksschulen und Kindergärten), sowohl gemessen an den Einrichtungen, als auch an den Teilnehmern, kräftig gewachsen ist, kann als gutes Zeichen für die Breite und Ausgewogenheit des Boys‘ Day  interpretiert werden. Darüber hinaus waren viele Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Jugendeinrichtungen, sonstige Gesundheitseinrichtungen und Berufsinformationszentren beteiligt.

Mit großem Engagement erprobten sich Burschen zum Beispiel in einem Operationssaal an einer Simulationspuppe oder versuchten, sich in die mit Einschränkungen verbundenen Lebensbedingungen von PflegepatientInnen einzufühlen. Anderswo wurden Begabungen für die Kinderbetreuung sichtbar.

Erfolg ist, was wirkt

Die Burschen lernen im Krankenhaus. Fotocredits: KAV/Martin Fangmeyer

Erfolgreiche Boys‘ Day Aktionen bedeuten, dass sich die Burschen angenommen fühlen, Spaß haben und „voll dabei“ sind, selbstbewusst oder gar stolz über das Erlebte berichten, diese vermeintlichen „Frauenberufe“ nicht (mehr) abwegig finden und vielleicht über eine entsprechende Berufswahl nachzudenken beginnen. Das bezeugen stellvertretend einige Rückmeldungen: Für Jakob – sonst eher technisch interessiert – war es eine besondere Erfahrung, von den kleinen Besuchern im Kindergarten „nanoversity“ der TU Graz so offen aufgenommen zu werden. Eine Lehrerin der NMS Oberpullendorf, die mit ihren Schülern beim Roten Kreuz zu Besuch war, schreibt: „Meine Burschen waren total begeistert. Sie haben eine ganze Stunde den Mädchen (in der Klasse, Anm. des Verfassers) von der Einrichtung und den Aufgaben berichtet. Absolut empfehlenswerter Tag! J“. „Ich bin nach dem Boys‘ Day überzeugt, dass die Krankenpflege nicht nur ein Frauenberuf ist. Es ist voll cool, Geld verdienen damit zu verbinden, anderen Leuten zu helfen“,  sagte ein junger Teilnehmer bei der zentralen Veranstaltung im Pflegewohnhaus Baumgarten.

Treffen der Generation im Altersheim. Fotocredits: imageindustry/Erich Hussmann_2

Zentrale Veranstaltung im Wiener Pflegewohnhaus Baumgarten

Sozialminister Rudolf Hundstorfer eröffnet die zentrale Veranstaltung. Fotocredits: BKA/Georg Stefanik

100 Burschen mit LehrerInnen wurden heuer von Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Karin Springer, der betriebswirtschaftlichen Leiterin des Pflegewohnhauses, erstmals in diesem modernen Gebäude begrüßt. Das Haus hat sich unter der professionellen Koordination von Günter Saukel einiges einfallen lassen und den Besuchern auf 12 Stationen ein wirklich burschengerechtes Programm geliefert. Sozialminister Hundstorfer ermutigte die Teilnehmer, bei ihrer Berufswahl den Sozial- und Erziehungsbereich nicht außer Acht zu lassen, in welchem hochqualifizierte MitarbeiterInnen und vor allem auch Männer in hohem Maße gesucht  sind.

Im Forum-Theater konnten sich Burschen selbst in die Rolle von Schauspielern begeben und ausprobieren, wie man trotz Widerstand anderer zu einer unkonventionellen Berufswahl stehen kann.

MultiplikatorInnen, Kooperationen und Peers

Ein Highlight des Tages: Das Forum-Theater. Fotocredits: BKA/Georg Stefanik

Damit die Botschaft des Boys‘ Day nachhaltig und über die eigenen Angebote hinaus wirken kann, wurde seitens der Verantwortlichen des Boys‘ Day über das ganze Jahr hinweg eifrig Austausch mit Sozial- und Jugendorganisationen gepflegt und die eine oder andere Kooperation neu eingegangen oder vertieft. Einige Beispiele: In Berufsinformationszentren des AMS wurden nicht nur Burschen empfangen, sondern haben auch Regionalverantwortliche des Boys‘ Day gemeinsam mit MitarbeiterInnen Konzepte burschengerechter Berufsorientierung erarbeitet.  Mit Beschäftigten des Wiener Krankenanstaltenverbundes und mit dem Vorstand der „Lebenswelten Heim“, dem Dachverband der Pflegeeinrichtungen, wurde thematisiert, welchen Mehrwert eine Teilnahme am Boys‘ Day für die jeweilige Einrichtung haben kann. In Kärnten und in der Steiermark war der Boys‘ Day bei Fachtagungen zum Thema „Mädchenarbeit – Burschenarbeit“ engagiert.

Man weiß, wie wichtig und wertvoll Vorbilder, die sogenannten „Peers“, für die Entwicklung und Berufswahl von Jugendlichen sind, dann nämlich, wenn sie authentisch und sachlich zu überzeugen, statt verführerisch zu beeinflussen wissen. Deshalb wurden in Zusammenarbeit mit der Plattform Whatchado drei Interviews mit je einem Kindergartenpädagogen, Volksschullehrer und Krankenpfleger produziert. Die Filme stehen sowohl auf www.whatchado.com, als auch auf der Website des Boys‘ Day (www.boysday.at/boysday/Videos/) zur Verfügung.

Fotocredits: BKA/Georg Stefanik

Projektbericht zum Downloaden

In den nachfolgenden Download-Dateien finden Sie Aktivitäten, die anlässlich des BOYS' DAY abgehalten wurden.

Aktionslandkarte
& Anmeldung

Aktionslandkarte & Anmeldung

BOYS' DAY 2016

Link zu den Boysday Downloads

Hurra, ich werde Vater!

APP Hurra, ich werde Vater!


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